Vor der Anschaffung eines Tieres sollten Sie bedenken:
- Hat jemand in der Familie eine Tierhaarallergie ?
- Wer versorgt das Tier im Urlaub ?
- Käfigtiere, wie z.B. Kaninchen, Meerschweinchen etc. brauchen täglich ausreichenden Freilauf
- Jedes Tier kann krank werden, bin ich bereit für anfallende Tierarztkosten aufzukommen?
- Katzen, Hunde, Kaninchen sollen regelmäßig geimpft werden
- Käfigheime sollten an einem geschützten, ruhigem, trockenem und zugfreien Ort stehen
- Kaninchen, Meerschweinchen u.ä. sollten nicht alleine gehalten werden
Kaninchen
Biologie:
Höhlenbewohner
leben in großen Kolonien, keine Einzelhaltung, (ein Kaninchen, dass alleine sein will gibt es nicht)
Geschlechtreife mit 3 Monaten
Haltung:
Käfig (für zwei Tiere sollte die Stalllänge mind. 150cm betragen ( zu groß gibt es nicht, je größer,desto besser), Schlafhaus, Futternapf, Heuraufe, Kalk-und Salzleckstein, Trinkflasche
Da das Kaninchen ein sehr reinliches Tier ist, fühlt es sich in einem sauberen Heim am wohlsten. Deswegen sollte man
-Futterschüssel täglich auswaschen,
-Trinkflasche mind. zweimal wöchentlich mit einer Flaschenbürste säubern und mit zimmerwarmen Wasser auffüllen
- täglich verschmutzest Streu entfernen und sobald das Einstreu zu stinken beginnt, muß es komplett ausgewechselt werden (meist ist dies ein bis zweimal wöchentlich nötig)
Am meisten freut sich ein Kaninchen über Freihaltung in einem sicheren Gehege (auch im Winter), wenn es im Sommer schon an die Aussenhaltung gewöhnt wurde.
Ernährung:
Die Grundernährung des Kaninchens ist Heu. Die Heuraufe sollte immer mit frischem Heu gefüllt sein.
Auch Trockenfertigfutter kann man füttern, am Besten für das Tier ist jedoch die Ernährung mit Frischfutter:
Alle Kaninchen mögen frische Grünpflanzen z.B. Löwenzahn, Wiesengras, Spitz- und Breitwegerich, Luzerne, Scharfgarbe und Kamille, Salbei. Scharfgarbe und Kamille (wirken krampflösend und beruhigend bei Blähungen und Darmerkrankungen.
Aus Küche und Garten können sie dem Kaninchen anbieten: Möhren, Kohlrabi, Fenchel (Knolle und Kraut), Stangensellerie, Feldsalat, Spinat.
Kräuter: Petersilie, Dill, Liebstöckel, Kerbel, Majoran.
Obst: vor allem Apfel, wenig Birne.
Alle Kohlsorten sind nicht geeignet, da sie stark blähen. Auch Kopfsalate sind ungeeignet, da sie stark gespritzt und als Treibhausware Nitrithaltig sind, sie verursachen Verdauungsstörungen.
Pflege:
Kaninchen müssen jährlich (März/April) gegen Chinaseuche und halbjährlich (März/April und September/Oktober) gegen Myxomatose geimpft werden.
Da das Wohnungskaninchen meist seine Krallen nicht abnutzen kann, sollte man auf die Länge der Krallen achten und bei Bedarf diese kürzen lassen.
Auch die Zähne können zu lang werden, sie müssen vom Tierarzt gekürzt werden.
Das Fell sollte ab und zu gebürstet werden, vor allem in der Zeit des Fellwechsels
Buchtipp: Ruth Morgenegg: "Artgerechte Haltung- ein Grundrecht auch für (Zwerg)Kaninchen" ISBN 3-9522661-1-6 Verlag Ernst Kaufmann GmbH